| Konzeption |
Unsere Kita stellt sich vor
LageWir sind eine der drei Kitas der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Wittenau. Unser Haus befindet sich im Spießweg 7 in 13437 Berlin. Wir sind östlich von der Kirche der Katholischen Gemeinde, westlich von einem Seniorenwohnheim und südlich von unserem Gemeindebüro umgeben. Die nördlich angrenzende Strasse ist sehr wenig befahren. Soziales Umfeld / Einzugsbereich / Lebenssituation der KinderDie Familien, die unsere Einrichtung besuchen, sind eine bunte Mischung verschiedenster sozialer und ethnischer Zugehörigkeiten. Besonderheiten der BauweiseUnser Haus beherbergt neben unserer Kita die Räume mit der ev. Familienbildungsstätte des Kirchenkreises Reinickendorf. nach oben...Räumlichkeiten / AußengeländeIm Erdgeschoss befinden sich die Küche, die Waschräume und die drei Gruppenräume des Kindergartens, die Werkstatt und das Büro. Dort befindet sich auch unser großer Aktionsraum, wo wir toben, spielen, singen und die Bibelstunde gestalten. Jeder Raum hat einen eigenen Zugang zum Garten. nach oben...Zusammensetzung der GruppenWir haben im Kindergarten drei Gruppen mit bis zu 12 Kindern und einer Erzieherin. In der Krippe ebenfalls bis zu 10 Kinder mit zwei Erzieherinnen. Im Kindergarten sind die Kinder altersgemischt, d.h. zwei Gruppen bestehen aus 2 - 4 - Jährigen und in der dritten Gruppe sind die 4 - 6 - Jährigen. Die Gruppen haben jeweils einen Tiernamen: die Bären, die Mäuse und die Hasen sind die Kita-Kinder. Die Käfer-Gruppe setzt sich aus den Krippenkindern zusammen. nach oben...Träger der EinrichtungTräger unserer Einrichtung sind die Evangelische Kirche und die Gemeinde Alt-Wittenau. nach oben...Welche Ziele verfolgen wir in der pädagogischen Arbeit?Grundlegend in unserer Arbeit ist Aufgeschlossenheit jedem Kind und seinen Besonderheiten gegenüber. Wir bemühen uns daher, jedes Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit, seinen Stärken und Schwächen und den daraus folgenden Bedürfnissen zu sehen und anzunehmen. Unsere daraus resultierende Toleranz und unser Respekt vor dem Kind und seinen Eltern verleihen wir Ausdruck durch die weiter unten aufgeführte multikulturelle Offenheit. Erst auf dieser Basis ist es möglich, mit Kindern zu arbeiten. nach oben...Unser Bild vom KindDas Kind bildet sich selbst, d.h. es ist eigenaktiv und sucht sich selbst die Dinge, die für seine Entwicklungsstufe adäquat sind. Damit bildet es seine eigenen Fähigkeiten selbsttätig aus. Hierfür bringen wir dem Kind Respekt gegenüber der großen Leistung, die es täglich in seinem Alltag für sich erarbeitet und erweitert. Mittelpunkt unserer Arbeit ist daher:
Altersmischung - warum?Durch die Größe unserer Einrichtung ist eine familiäre Atmosphäre gegeben. Wir streben eine kleine Altersheterogenität mit einer Spanne von ca. zwei Jahren an. In der Krippe werden jedoch die Kinder zwischen 1-2 Jahren in einer Gruppe relativ altershomogen betreut. Diese Altersgruppe benötigt mehr Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten als unsere Kita-Kinder. Jede Gruppe hat ihre feste Erzieherin. Wir arbeiten halboffen, die Kinder können zwischen den Gruppen wechseln, je nach dem, mit welchen Kindern und in welchen Räumen sie sich aufhalten möchten. Die Kinder lernen von- und miteinander in dem natürlichen Gefälle der Altersstufen das Sozialverhalten. Diese Altersmischung in halboffener Arbeit wünschen und fördern wir ebenfalls durch die Öffnung der Kita und der Krippe zu einer großen Einheit. nach oben...SozialverhaltenIm alltäglichen Zusammenleben in der Kita wird soziales Verhalten geübt und vorgelebt. Dies erreichen wir durch den täglichen Umgang in den Gruppen und durch gezielte Projekte, Spiele etc. In Konfliktsituationen bieten wir Hilfestellung zur Lösung an. Gemeinsam versuchen wir Wege zu finden, gewaltfrei mit den Problemen fertig zu werden. Durch exemplarisches Konfliktverhalten der Erzieherinnen sollen die Kinder lernen, den anderen zu verstehen, anzunehmen und zu tolerieren. Das Kind wird befähigt, Konfliktsituationen ohne Hilfe des Erwachsenen zu lösen und sich verbal statt körperlich auseinander zu setzten. Dem Kind wird die Möglichkeit gegeben, seine eigenen Fähigkeiten und Grenzen durch Ausprobieren kennen zu lernen. Wir intervenieren so wenig wie möglich, sondern bieten durch Beobachten eine Atmosphäre, in welcher die Kinder sich in ihrer Auseinandersetzung verstanden fühlen und greifen erst bei Eskalation des Konfliktes ein. Danach wird im Gruppengespräch nach Lösungen gesucht. Ferner sollen die Kinder Hilfsbereitschaft „üben“ und lernen, sich selbst und das Verhalten anderer zu verstehen, eigene Schwächen zu ertragen, zuhören und ausreden zu lassen. Dies begünstigen wir durch Förderung der Entwicklung ihrer Ideen, Verarbeitung ihrer Erfahrungen im Spiel und durch das Kennen-Lernen ihrer eigenen Fähigkeiten und auch ihrer Grenzen. Teile dieser Förderung der Selbständigkeit sind Übernachtungen in der Kita und Reisen in nicht regelmäßigen Abständen. nach oben...Bausteine unserer ArbeitUm 9.00 Uhr beginnen die Gruppen mit einem Morgenkreis.
nach oben...Ruhe - EntspannungJedes Kind hat ein Recht auf Ruhe und Entspannung und sie ist wichtig für jedes Kindergartenkind. Allen Kindern wird ab etwa 13 Uhr die Möglichkeit zur Entspannung gegeben. D.h. nach dem Mittagessen putzen alle Kinder ihre Zähne und legen sich in ihre Betten. Alle Kinder haben ihr eigenes Bett, auf welchem sie sich ausruhen oder einschlafen können. Jede Gruppe bekommt eine Geschichte vorgelesen, macht Entspannungsübungen oder hört Musik. Schlafen muss kein Kind, jedoch ausruhen sollen sich alle nach dem anstrengenden Kita-Vormittag, um Kraft zu schöpfen für den spannenden Nachmittag. Diejenigen Kinder, die nicht einschlafen, können nach der Traumstunde in unserer Leseecke im Mehrzweckraum ruhige Spiele spielen, Malen, basteln oder lesen. nach oben...ElternarbeitWir sind bestrebt, mit den Eltern als Partner zusammen zu arbeiten. Dies fängt bereits in der Eingewöhnungsphase an. Sie wird nach einem erprobten Modell (nach Laewen / Andres / Hedervari) durchgeführt, dennoch gehen wir in diesem Rahmen individuell auf die Eltern und Kinder ein. Mit Hilfe der Eingewöhnung wird dem Neuankömmling in unserer Einrichtung der Start in die neue Lebensphase mit der in der Regel wichtigsten Bezugsperson seines Lebens erleichtert. Jede Gruppe hat einen Elternvertreter gewählt, der Ansprechpartner und Mittler zwischen Elternschaft und Kita sein soll. Gleichzeitig haben wir mit unserem Förderverein ein Eltern-Kaffee initiiert. Das bedeutet, alle interessierten Erwachsenen und Kinder treffen sich sporadisch etwa alle 2-3 Monate ab 15.00 Uhr in der Kita und plaudern bei Kakao, Kaffee, Kuchen und Keksen. Wir bemühen uns immer, möglichst ein Gemeindemitglied hierfür zu gewinnen, um das Zusammenspiel zwischen Kirche und Kita zu verfestigen. Dabei sind die Eltern für ihre Kinder, die Erzieherinnen für die noch nicht abgeholten Kinder zuständig. nach oben...Christliche ErziehungAls evangelische Kita erziehen wir die uns anvertrauten Kinder im christliche Sinne. Christliche Erziehung beinhaltet die unter „Sozialverhalten“ aufgeführten Punkte. Durch Themenangebote zu Geburt und Tod etc. und durch Projekte zu kirchlichen Feiertagen wie Ostern, Weihnachten und Erntedank bringen wir den Kindern die Kirche nahe. Kleine Aspekte der religiösen Erziehung fließen ständig in den Alltag mit ein. Dies bedeutet, dass z.B. im Morgenkreis und vor dem Essen gemeinsam ein kleines Gebet gesprochen wird. Ebenfalls besucht uns einmal in der Woche unser Gemeindepfarrer bzw. unser Kinder- und Jugendarbeiter und bespricht mit den Kindern biblische Gleichnisse und Geschichten. Es wird vorher vom Team entschieden, welche Themen die Kinder derzeit bewegen und danach ausgewählt. In der Folge werden sie in der weiteren Kita-Arbeit aufgegriffen und weiterverfolgt. Auch eine Zusammenarbeit mit den anderen Kitas der Gemeinde und des Kirchenkreises ist Bestandteil unserer Gemeindearbeit. Gleichzeitig verbindet uns dabei ein freundschaftliches Verhältnis zu unserer katholischen Partnergemeinde St. Nikolaus. nach oben...Interkulturelle ErziehungUnsere multikulturelle Gesellschaft spornt uns tagtäglich dazu an, mit den Kindern die vielen verschiedenen Religionen und ethnischen Unterschiede kennen zu lernen und zu untersuchen. Hierbei werden gern die Bräuche und Sitten ethnischer oder religiöser Gruppierungen beleuchtet. Wir freuen uns dabei ganz besonders über die Eltern, die uns aus ihrer Sicht ihre Religion oder ethnischen Hintergründe vorstellen und erklären. nach oben...IntegrationZu diesem Kennen-Lernen der Vielfalt gehören auch die körperlichen und geistigen Unterschiede zwischen den Menschen und somit die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Sie sollen die Kindergartengruppe durch ihre Besonderheit an Vielfalt erweitern und gleichzeitig eine Förderung durch das Zusammenleben mit Gleichaltrigen ermöglicht bekommen. Unser Grundsatz ist hierbei „So viel Hilfe wie nötig, so viel Selbstständigkeit wie möglich.“ Das gemeinsame Aufwachsen ist Voraussetzung einer positiven Grundeinstellung und von Toleranz. Die Mitarbeiterinnen sind entsprechend ausgebildet und bilden sich stetig in Konventen und Fortbildung weiter. Wichtig hierbei ist die Sichtweise auf das Kind, damit alle Ebenen der Entwicklung ganzheitlich betrachtet werden. Dabei ist es notwendig, das Kind ganzheitlich wahrzunehmen und zu fördern, damit die Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflusst werden kann und das Kind sich nicht als unzulänglich in der Gruppe und damit auch in der Gesellschaft sieht. Es muss Akzeptanz erfahren, um sich öffnen und in allen anderen Entwicklungsbereichen frei entfalten zu können. Ziele der Integrationsarbeit
Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet eine Heilpädagogin und 2 Facherzieherinnen für Integration in der Einrichtung. nach oben...BewegungNach Möglichkeit und Wetterlage gehen wir möglichst mind. einmal täglich mit den Kindern ins Freie. Dabei nutzen wir oft und gerne den nahe gelegenen Park oder unseren wunderschönen Garten. Ziel ist es, die Abwehrkräfte der Kinder zu stärken und damit ihr Immunsystem aufzubauen. Gleichzeitig werden wir somit den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder gerecht. Die Bewegung an der frischen Luft stärkt die Kinder auch in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Sie lernen, ihren Körper wahrzunehmen, zu akzeptieren und ihre Fähigkeiten und Kräfte einzuschätzen. Zusätzlich werden durch körperliche Aktivität im kindlichen Hirn lebenswichtige Vernetzungen eingeleitet, die Voraussetzungen für späteres Lernen und Denken sind. Das dadurch entwickelte Körpergefühl und Selbst(-wert-)gefühl ist Basis für die weiteren Entwicklungsschritte der Kinder. nach oben...ErnährungWir legen Wert auf ausgewogene gesunde und bewusste Ernährungsweise. Dies unterstützen wir durch Projektarbeit mit den Kindern und Austausch mit den Eltern. Zur Wissensvermittlung werden mit allen Sinnen ganzheitliche Erfahrungen gemacht. Vordergründig ist die Bedeutsamkeit der Ernährung auf die gesundheitliche Verfassung und die körperliche Leistungsfähigkeit. Wir beachten bei der Ernährung auch die Besonderheiten der Kinder. Sowohl bei religiösen Überzeugungen, als auch bei gesundheitlichen Probleme wie allergener Belastung geht unsere Köchin in der Planung ihres Speisenplans auf diese Kinder ein. Auch das Alter der Kinder (Krippe) wird berücksichtigt. Grober Wochen-Speiseplan:
nach oben...SauberkeitserziehungDurch feste Regeln (z.B. Hände waschen vor und nach dem Essen und nach jedem Toilettengang und Zähne putzen nach dem Essen) verdeutlichen wir den Kindern die Verantwortung für ihren eigenen Körper. Diese können und wollen wir nur in Zusammenarbeit mit den Eltern ermöglichen. Wir bieten dem Kind an, es zum Toilettengang zu begleiten. Das Kind entscheidet selbst, wann es so weit ist, trocken zu werden. nach oben...UmwelterziehungWir möchten bei den Kindern das Interesse und den Respekt an der Natur und unserer Umwelt wecken. Dies erreichen wir durch Beobachten, Gestalten und Ausprobieren mit Objekten des täglichen Umgangs (z.B. jede Gruppe bepflanzt ihr eigenes Beet, ein Komposthaufen ist in Planung). Durch Spaziergänge verdeutlichen wir den Kindern die Besonderheiten und Unterschiede in der Natur. nach oben...Projektorientierte ArbeitWir arbeiten nach Schwerpunkten, d.h. mit den Themen, mit denen sich die Kinder beschäftigen und die ihren Bedürfnissen entsprechen. Diese greifen wir auf, verfolgen sie und setzten sie in pädagogischer Weise um. D.h. bei Schwangerschaft in den Familien, Streit, Freundschaft, Tod, gesunder Ernährung etc. Bei dieser Arbeit richten wir uns nach den Tempo und den Interessen der Kinder und nicht nach unserer Vorbereitung. Daher wird unsere Wochengestaltung von uns flexibel gehalten. Das jeweilige Thema wird angeboten, die Kinder werden motiviert, mitzumachen. Doch es besteht kein Zwang. Rücksichtnahme beim Nebenspiel ist jedoch geboten. Am Ende der Woche wird das Erlebte schriftlich reflektiert. nach oben...KrippenpädagogikSchwerpunkt unserer Arbeit besteht in der kontinuierlichen, ritualisierten Betreuung unserer Kleinsten durch einen immer wiederkehrenden Tagesablauf. Umgang mit kranken KindernKranke Kinder sollten zu Hause bei ihren Eltern sein. Daher werden sie wieder nach Hause geschickt bzw. werden die Eltern angerufen, damit sie ihr Kind abholen. Dies gilt insbesondere bei:
Grundsätzlich verabreichen wir keine Medikamente. Die ärztliche Bescheinigung zur Verabreichung eines Medikamentes für lebensnotwendige Medikamente ist Pflicht. Ohne diese ist es uns untersagt, ein Medikament zu verabreichen. nach oben...Wie verhalte ich mich in Notsituationen?
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